{"id":266,"date":"2011-05-02T17:02:00","date_gmt":"2011-05-02T17:02:00","guid":{"rendered":"http:\/\/goodbye.zaploink.org\/blog\/?p=266"},"modified":"2011-05-12T17:26:09","modified_gmt":"2011-05-12T17:26:09","slug":"jazz-am-strand-und-teer-im-see","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/goodbye.zaploink.org\/blog\/archive\/266","title":{"rendered":"Jazz am Strand und Teer im See"},"content":{"rendered":"<p>Nach zwei sehr erholsamen Wochen in Panam\u00e1 fliege ich am 26. April nach Trinidad weiter. Ich weiss zwar zu diesem Zeitpunkt (leider) schon, dass meine \u00dcberfahrt nach Europa abgesoffen ist, beschliesse aber trotzdem, mir die Karibik noch etwas n\u00e4her anzuschauen. Den Flug hatte ich sowieso schon gebucht, also was solls&#8230;<\/p>\n<p><strong>Trinidad<\/strong><\/p>\n<p>Als ich in Trinidad lande, gibt es schon mal erste H\u00fcrden zu \u00fcberwinden: Da ich kein Weiterflugticket habe (ich weiss schlichtweg nicht, wohin die Reise weitergehen wird, das h\u00e4ngt alles von allf\u00e4lligen Kontakten mit Skippern ab), werde ich von zwei Immigrationsbeamten erst mal t\u00fcchtig in die Mangel genommen und ausgefragt \u00fcber alle meine Pl\u00e4ne f\u00fcr die n\u00e4here Zukunft. Ich muss alle meine Geldk\u00e4rtchen pr\u00e4sentieren (dass ich nur $9 in bar auf mir trage, hilft nicht wirklich), Beruf und Arbeitgeber angeben (wenn man&#8217;s genau nimmt, habe ich nat\u00fcrlich keinen), wie lange ich schon arbeite, Auskunft \u00fcber meinen Job erteilen (die Immigration in Trinidad ist nun also \u00fcber BPM bestens im Bilde und weiss auch, wie sie einen geeigneten Prozess implementieren k\u00f6nnte) usw. usf. bis ich schlussendlich widerwillig eine 10-t\u00e4gige Aufenthaltsbewilligung in den Pass gestempelt bekomme. Uff, geschafft.<\/p>\n<p>Danach miete ich ein Auto, einen abgewrackten Toyota Yaris f\u00fcr nur $50 pro Tag, was f\u00fcr ein Schn\u00e4ppchen (was verschwindet da langsam am Horizont? Ah ja, mein Tagesbudget). Wo doch der Autovermieter nebendran Autos f\u00fcr $25 pro Tag im Angebot h\u00e4tte, nur leider alle ausverkauft, seit 5 Minuten. H\u00e4tte ich nur mit weniger Herzblut die Immigrationsbeamten in die Geheimnisse von Business Process Management eingeweiht. Ich setze mich also in meinen Schlitten und rausche auf die Autobahn Richtung Port-of-Spain. In der Hauptstadt suche ich dann die &#8222;Regent Gardens&#8220;, wo ich &#8211; Couchsurfing sei Dank! &#8211; eine \u00dcbernachtungsgelegenheit f\u00fcr 2 N\u00e4chte organisieren konnte. Google Maps konnte Regent Gardens leider nicht finden, darum fahre ich zum &#8222;Regent Lane&#8220; im Quartier Belmont. Nanu? Irgendwie wirkt hier alles so heruntergekommen und mein Gastgeber sagte was von Pool? Hmm&#8230; W\u00e4hrend ich also so forschend durch die n\u00e4chtlichen Strassen wandle auf der Suche nach der korrekten Hausnummer, spricht mich eine junge Frau an und fragt mich, was meine Absichten seien. Nach einer kurzen Erkl\u00e4rung meinerseits meint sie lakonisch, dass ich hier sicher am falschen Ort sei und dass es \u00fcberhaupt besser w\u00e4re, wenn ich meinen (weissen) Arsch hier nicht zu dieser Stunde spazierenf\u00fchren w\u00fcrde (sie sagt es extrem anst\u00e4ndig und mit deutlich wahrnehmbarer Besorgnis in der Stimme). Ich schaue mich n\u00e4her um, sehe pl\u00f6tzlich \u00fcberdeutlich all die sch\u00e4bigen H\u00e4user und alle die herumlungernden Typen, die mich seit 5 Minuten anstarren und alle meine Bewegungen verfolgen. Ich danke ich ihr herzlich f\u00fcr den tollen Ratschlag und mache mich aus dem Staub.<\/p>\n<p>Doch inzwischen ist es 20:30 (ich habe mich auf ca. 19 Uhr angemeldet) und ich habe immer noch keine Ahnung, wo mein Gastgeber wohnt. Fieberhaft suche ich ein \u00f6ffentliches Telefon, und finde sofort eins, nur leider ist es genau so kaputt wie alle anderen, die ich entdecke. Langsam etwas entnervt, schaffe ich das Kunstst\u00fcck, als Geisterfahrer in den dreispurigen Highway einzubiegen (in Trinidad herrscht \u00fcbrigens Linksverkehr). Wie das m\u00f6glich ist? Na ja, in Trinidad gibt&#8217;s auch auf der Autobahn Ampeln und so stoppt ca. alle 5 Minuten der Verkehr komplett. In so einer Situation komme ich zur Einfahrt und sehe weit und breit kein Auto, worauf ich die fatale Fehlentscheidung traf, nach rechts abzubiegen. 2 Minuten sp\u00e4ter kommen mir ca. 100 Autos mit 80km\/h entgegen. Ich lasse das wohl nicht ganz unberechtigte laute Gehupe \u00fcber mich ergehen, halb im Strassengraben parkiert, und kann 5 Minuten sp\u00e4ter, w\u00e4hrend der n\u00e4chsten Rotphase, problemlos wenden. Das ist der Vorteil von 3-spurbreiten Strassen!<\/p>\n<p>Endlich leiht mir jemand sein Handy, und ich kann Burcin anrufen und einen Treffpunkt vereinbaren. Es geht schon gegen 22 Uhr, als wir endlich bei ihm zu Hause ankommen. Burcin ist T\u00fcrke, arbeitet seit rund 20 Jahren f\u00fcr eine t\u00fcrkische Casinogesellschaft und hat in dieser Zeit so ziemlich \u00fcberall auf der Welt gewohnt und Casinos betreut. Er wohnt zusammen mit Bulent, einem weiteren Casinoangestellten, in einer teuren Wohnung unweit vom Meer, mit Pool, Security am Eingang, eigenem Fahrer, usw. Alles vom Arbeitgeber bezahlt. Das Quartier ist ganz klar am anderen Ende der Wohlstandsskala im Vergleich zu Belmont, in etwa Z\u00fcriberg vs. Sihlquai. Die beiden M\u00e4nner besch\u00e4men mich sogleich mit ihrer fantastischen Gastfreundschaft: Burcin zieht sofort aus, um auf dem Sofa zu schlafen und \u00fcberl\u00e4sst mir sein Doppelbett. Dann gehen wir aus, und auch diese Rechnung \u00fcbernehmen meine Gastgeber. Ich darf ihre privaten Laptops nutzen soviel und sooft ich will. Ich kriege einen eigenen Hausschl\u00fcssel und kann kommen und gehen wie ich will. Wie soll ich mich da nur revanchieren?<\/p>\n<p>Dennoch bin ich schon bald im Clinch: Die beiden Herren sind, nat\u00fcrlich, auf Grund ihres verh\u00e4ltnism\u00e4ssigen Reichtums, extrem vorsichtig und immer auf der Hut, wenn sie in Trinidad unterwegs sind. Gem\u00e4ss ihren Aussagen ist es praktisch unm\u00f6glich, sich alleine irgendwo in Port-of-Spain und auch in vielen Teilen von Trinidad fortzubewegen. Als Beweis f\u00fcr ihre Vorsicht, erz\u00e4hlen sie mir n\u00fcchtern, wie sie bereits einige Male ausgeraubt wurden und auch von ihren Freunden und Bekanntschaften, die dasselbe erlebt haben. Wie vertr\u00e4gt sich das nun mit der Freundlichkeit der Trinidader, die ich bis jetzt erlebt habe? Es ist wie ein Fluch: In den folgenden Tagen merke ich, dass ich, durch diese Berichte beeinflusst, anfange \u00fcbervorsichtig zu werden und alle Einheimischen pl\u00f6tzlich als potentielle Gefahr wahrnehme, ohne dass ich das eigentlich will. Ich gehe weniger auf Leute zu, \u00fcberlege mir, ob ich auf einem etwas abgelegenen Parkplatz parkieren soll, ob ich eine bestimmte Strasse entlanggehen soll, ob ich es mir leisten kann, am Strassenrand auf ein Sammeltaxi zu warten, usw. Das gef\u00e4llt mir gar nicht und geht mir an die Nieren. Ich frage mich, wie es gewesen w\u00e4re, wenn mein Couchsurfing-Gastgeber ein Trinidader gewesen und ich in einem ganz normalen Quartier untergekommen w\u00e4re?<\/p>\n<div style=\"width: 210px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a class=\"tt-flickr tt-flickr-Medium\" title=\"Desktophintergrund, hochformat\" href=\"http:\/\/www.flickr.com\/photos\/49084372@N00\/5696368735\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" \" src=\"http:\/\/farm3.static.flickr.com\/2595\/5696368735_b507101912.jpg\" alt=\"Desktophintergrund, hochformat\" width=\"200\" height=\"300\" \/><\/a><p class=\"wp-caption-text\">Wer braucht noch einen Desktophintergrund?<\/p><\/div>\n<p>W\u00e4hrend 2 Tagen erkunde ich mit dem Auto die Insel. Am ersten Tag mache ich einen sehr sch\u00f6nen Ausflug durch den bergigen Norden, esse (mit schlechtem Gewissen) Bake&#8217;n&#8217;Shark (fritiertes Brot mit fritierten Haist\u00fccken darin, <em>die <\/em><a title=\"Mampf\" href=\"http:\/\/www.amazing-trinidad-vacations.com\/trinidad-food.html\">kulinarische Spezialit\u00e4t<\/a> Trinidads), geniesse die Aussicht entlang der h\u00fcgligen K\u00fcste, umkurve behende die zahllosen riesigen Schlagl\u00f6cher in den Strassen und hole auf den engen und teilweise steilen Strassen das letzte aus dem Yaris raus (und sehne mich nach einer manuellen Gangschaltung). Durch den dicken Nebelwald fahre ich, fast ohne einem anderen Auto zu begegnen, \u00fcber die Berge zur\u00fcck nach Port-of-Spain.<\/p>\n<div style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><a class=\"tt-flickr tt-flickr-Medium\" title=\"Die Nordk\u00fcste von Trinidad\" href=\"http:\/\/www.flickr.com\/photos\/49084372@N00\/5696366469\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/farm3.static.flickr.com\/2045\/5696366469_10999242a5.jpg\" alt=\"Die Nordk\u00fcste von Trinidad\" width=\"300\" height=\"200\" \/><\/a><p class=\"wp-caption-text\">Trinidad, Nordk\u00fcste<\/p><\/div>\n<p>Am zweiten Tag fahre ich ganz in den S\u00fcden, um mir den &#8222;<a title=\"Asphalt so weit das Auge reicht\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Asphaltsee\">Pitch Lake<\/a>&#8222;, einen nat\u00fcrlichen Asphaltsee, anzuschauen. Es gibt nur 3 von diesen Seen weltweit, und der Asphalt von Trinidad war (und ist wohl immer noch) weltber\u00fchmt. Die fr\u00fchen Seefahrer waren des Lobes voll \u00fcber die schwarze Masse, die sie zum abdichten ihrer Schiffe benutzten. Sp\u00e4ter dann, als der industrielle Abbau des Asphalts bereits in vollem Gang war, wurde das Material bis nach Ostdeutschland geschafft, wo es u.a. im Autobahnbau verwendet wurde. Auch heute noch wird fleissig Asphalt abgesch\u00f6pft und in alle Welt verschifft. Man kann den See zu Fuss begehen und mit einem Guide dar\u00fcberwandern. Ab und zu sieht man Baumst\u00e4mme, die aus der Tiefe und Vergangenheit an die Oberfl\u00e4che gelangen, wie auch schon ganze Skelette von Urgetieren und -pflanzen.<\/p>\n<p>Am Ende des 2. Tags reicht es mir aber mit Trinidad. Einerseits habe ich das Gef\u00fchl, schon alles sehenswerte gesehen zu haben, andererseits f\u00fchle ich mich aus oben genannten Gr\u00fcnden nicht sehr wohl. Dar\u00fcberhinaus habe ich kein Auto mehr, meine Zeit bei Burcin und Bulent l\u00e4uft aus, und der \u00d6V ist vollig unpraktisch. Instantan vermisse ich Zentralamerika, mit seinen einfachen und g\u00fcnstigen Unterk\u00fcnften und den exzellenten Fortbewegungsm\u00f6glichkeiten. In dieser Stimmung, mit einem <a title=\"Wird \u00fcberall in der Karibik getrunken\" href=\"http:\/\/www.caribbeer.com\/\">Carib<\/a> in der einen Hand und einem <a title=\"Eine weitere Trinidad'sche Spezialit\u00e4t\" href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=Aet5akd4DfI\">Double<\/a> in der anderen, f\u00e4llt mein Blick auf eine Anzeige f\u00fcr das <a title=\"Tobago Jazz Experience\" href=\"http:\/\/www.visittobago.gov.tt\/jazzexperience\/index.html\">Tobago Jazz Festival<\/a>, welches zu diesem Zeitpunkt bereits stattfindet, aber zum Gl\u00fcck noch f\u00fcr weitere 3 Tage andauert. Tagsdrauf sitze ich bereits in der F\u00e4hre nach Scarborough und habe unterwegs, mitten zwischen kotzenden Passagieren und einer superlauten Darbietung des ersten Harry Potter Films auf allen Bildschirmen, sogar noch Zeit f\u00fcr ein Hochzeitstelefon auf den Gurten.<\/p>\n<p><strong>Tobago<\/strong><\/p>\n<p>In Tobago richte ich mich in einem Guest House in <em>Crown Point<\/em> ein und f\u00fchle mich sofort viel besser. Hier ist alles nahe beieinander und mit dem gemieteten Velo kann ich problemlos die n\u00e4here und weitere Umgebung erkunden. Der Flughafen liegt mitten im Ort: gehsch du kurz Milch einkaufe, so l\u00e4ufsch am Flughafe vorbei, eingequetscht zwischen Rotistand und Autovermietung. In Tobago gibt&#8217;s, im Gegensatz zu Trinidad, praktisch keine Kriminalit\u00e4t, die ganze Insel ist ein Dorf. Man kann sich am Strand ein Bierchen oder einen Drink genehmigen und den Sonnenuntergang bestaunen und auch sp\u00e4tabends, nach einem Znacht ausw\u00e4rts, zu Fuss nach Hause schlendern.<\/p>\n<p>Im Guest House sind wir nur zwei G\u00e4ste, neben mir auch noch <em>Tom<\/em>, ein etwas \u00e4lterer Amerikaner aus Florida, der f\u00fcr American Airlines arbeitet und ein riesen Jazzfan ist. Seit Jahren fliegt er in die Karibik, um auf den verschiedensten Inseln Jazzfestivals zu besuchen, was er sich, dank seines Jobs, auch gut leisten kann. In seiner Sporttasche hat er immer einen CD-Player und 2 Boxen dabei, damit kann er sich an einem Strand seiner Wahl niederlassen und sich in aller Gem\u00fctlichkeit, mit einem Cuba Libre in der Hand, von Miles Davis oder sonstwem beschallen lassen. Das finde ich ein super Konzept! Gleich am 2. Tag nach meiner Ankunft besuche ich mit Tom ein Gratiskonzert am Strand. Etwa 8 Gruppen treten auf, den H\u00f6hepunkt bildet der Auftritt von <a title=\"This Guy rocks!\" href=\"http:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Arturo_Tappin\">Arturo Tappin<\/a>, einem barbudischen (barbudesischen?) Saxophonisten. Der Strand \u00fcberl\u00e4uft vor Leuten, alle haben eine riesige K\u00fchltruhe dabei, die mit Rum, Cola, Bier, Limetten und Eis gef\u00fcllt ist (man stelle sich das mal an einem unserer Festivals vor). Trotz des enormen Alkoholkonsums bereits um 11 Uhr morgens bleibt die Stimmung sehr locker und friedlich, alles schwingt H\u00fcften und Hintern, und es scheint mir, dass je gr\u00f6sser der H\u00fcftumfang einer Frau, desto krasser die Schw\u00fcnge und der Groove. Zwischen zwei Darbietungen str\u00f6mt die Menge, ohne Bierflaschen oder Drinkgl\u00e4ser aus der Hand zu geben, ins brusttiefe Wasser, wo dicht an dicht weitergeplaudert und -gefeiert wird. Coole Sache!<\/p>\n<p>Nach diesem bereits sehr tollen Tagesanfang, mache ich mit meinem Velo noch einen Ausflug nach <em>Plymouth <\/em>im Norden. Auf der R\u00fcckfahrt, es ist bereits dunkel, lege ich einen Zwischenhalt am Strand von <em>Black Rock<\/em> ein. Grund daf\u00fcr ist, dass im Moment die Nistsaison der riesigen <a title=\"Black Leatherback Sea Turtle\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Lederschildkr%C3%B6te\">Lederschildkr\u00f6ten <\/a>ist, und dieser Strand eines ihrer bevorzugten Legegebiete ist. Ich laufe den Strand hinunter und wieder hoch und halte Ausschau, was in der stockdunklen Nacht nicht ganz so einfach ist. W\u00e4hrend sich meine Augen auf der Suche nach einer autoreifengrossen Schildkr\u00f6te \u00fcber den Strand bewegen, sehe ich die Spuren eines 4-Wheelers rechtwinklig zum Strand, und ich frage mich, welcher Hirni denn hier mit diesem Gef\u00e4hrt ins Wasser gefahren ist. Doch bald realisiere ich: Es war kein 4-Wheeler, sondern eine beschilderte Kr\u00f6te, die hier den Strand hochgekrochen ist und dabei diese enormen Spuren hinterliess. Ich folge den Spuren ein wenig landinw\u00e4rts, gleich nach der Strandkuppe liegt die total ersch\u00f6pfte Schildkr\u00f6te, die deutlich gr\u00f6sser ist als ein Autoreifen, sie hat eher die Gr\u00f6sse eines kleinen K\u00fchlschranks! Es steht bereits eine Familie dort, die dem Tier zuschaut wie es schwerf\u00e4llig mit seinen riesigen Flossen ein Loch gr\u00e4bt. Dabei h\u00e4lt das Reptil immer wieder inne und l\u00e4sst einen Seufzer oder ein R\u00f6hren h\u00f6ren (das reimt!). Kurz, es wird klar, wie Scheiss-anstrengend und m\u00fchsam diese Eierlegerei mit allem drum und dran sein muss (wenn man eine Lederschildkr\u00f6te ist). Nach einer guten Stunde schaufelt Mme. Leatherback ihr Loch wieder zu und qu\u00e4lt sich St\u00fcck f\u00fcr St\u00fcck zur\u00fcck, den Strand hinunter, Richtung Ozean. Kaum von der ersten Welle erreicht, ist der riesige Panzer auch schon abgetaucht und verschwunden. Was bleibt, ist eine zwanzigmetrige 4-Wheelerspur am Strand. Nat\u00fcrlich laufen wir sofort zur\u00fcck zum Ort des Geschehens, graben die Eier aus und braten uns einen Haufen toller Spiegeleier. Mmh, die Natur hat es wirklich gut mit uns gemeint!<\/p>\n<p>Doch damit ist dieser grossartige Tag noch nicht zu Ende: Als ich um ca. 23 Uhr zur\u00fcck ins Guest House komme, treffe ich Tom, der mir 2 Tickets f\u00fcr das grosse Abschlusskonzert am n\u00e4chsten Abend entgegenstreckt. &#8222;Complementary&#8220;, sagt er, er habe die Tickets umsonst durch eine Bekanntschaft organisieren k\u00f6nnen. Warum habe ich heute nicht Lotto gespielt?<\/p>\n<p>Das Konzert am n\u00e4chsten Tag dauert von 4 bis 21 Uhr (diesmal nur in der N\u00e4he des Strands). Tom und ich haben beste Sitze gleich vor der B\u00fchne und nat\u00fcrlich haben wir heute auch eine K\u00fchlbox mit den n\u00f6tigen Zutaten dabei&#8230; Der Hauptact, <a title=\"Fantastische Stimme!\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Randy_Crawford\">Randy Crawford<\/a> &amp; <a title=\"Virtuoser Pianist!\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Joe_Sample\">Joe Sample<\/a>, waren echt die Reise wert und ein toller Abschluss f\u00fcr meine Zeit in Trinidad &amp; Tobago (man soll gehen, wenn&#8217;s am besten ist). Wenn ich wieder komme, dann definitiv nur noch nach Tobago. Hier h\u00e4tte es noch viel zu sehen gegeben, insbesondere auch tolle Tauchspots im Norden&#8230;<\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Morgen (2. Mai) fliege ich f\u00fcr $24 (soviel h\u00e4tte das Taxi von Port-of-Spain an den Flughafen gekostet!) zur\u00fcck nach Trinidad und von da aus weiter nach St. Maarten (auch diesmal ohne Weiterflugticket, aber das ist eine andere Geschichte).<\/p>\n<p>PS1: Leider habe ich &#8211; ausser den paar wenigen Bildern von Trinidad &#8211; absolut keine Bilder von diesem Aufenthalt, weil meine Kamera den Geist aufgegeben hat. Muss mir wohl eine neue kaufen&#8230;<\/p>\n<p>PS2: Trotz Kameraausfall hat es hat neue Bilder in der <em><a title=\"Viele viele bunte Bilder\" href=\"http:\/\/goodbye.zaploink.org\/blog\/da-pix\">Da Pix<\/a><\/em> Abteilung gegeben!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach zwei sehr erholsamen Wochen in Panam\u00e1 fliege ich am 26. April nach Trinidad weiter. Ich weiss zwar zu diesem Zeitpunkt (leider) schon, dass meine \u00dcberfahrt nach Europa abgesoffen ist, beschliesse aber trotzdem, mir die Karibik noch etwas n\u00e4her anzuschauen. &hellip; <a href=\"https:\/\/goodbye.zaploink.org\/blog\/archive\/266\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":279,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[55],"tags":[59,58,61,62,66,69,56,67,60,65,57,63,64,68],"class_list":["post-266","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-trinidad-tobago","tag-asphalt","tag-auto","tag-bakenshark","tag-couchsurfing","tag-crown-point","tag-fahre","tag-jazz","tag-leatherback-turtle","tag-pitch-lake","tag-port-of-spain","tag-strand","tag-tobago","tag-trinidad","tag-velo"],"geo":null,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/goodbye.zaploink.org\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/266","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/goodbye.zaploink.org\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/goodbye.zaploink.org\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/goodbye.zaploink.org\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/goodbye.zaploink.org\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=266"}],"version-history":[{"count":9,"href":"https:\/\/goodbye.zaploink.org\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/266\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":278,"href":"https:\/\/goodbye.zaploink.org\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/266\/revisions\/278"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/goodbye.zaploink.org\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media\/279"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/goodbye.zaploink.org\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=266"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/goodbye.zaploink.org\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=266"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/goodbye.zaploink.org\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=266"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}<!-- WP Super Cache is installed but broken. The constant WPCACHEHOME must be set in the file wp-config.php and point at the WP Super Cache plugin directory. -->